Verbotene Substanzklassen und die Verbotsliste

Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) gibt jährlich eine Liste mit den verbotenen Substanzen und Methoden heraus. Diese Liste enthält Stoffe und Methoden, die die sportliche Leistung steigern (können). Deshalb ist es Sportlern verboten, diese im Training oder bei Wettkämpfen einzunehmen bzw. anzuwenden.

Die verbotenen Substanzklassen in der Verbotsliste sind die folgenden:

  • Stimulanzien

Stimulanzien haben eine anregende Wirkung und aktivieren autonome Reserven im Körper. Sie können zu Stresssymptomen, psychischen Störungen, Suchtverhalten, Überbelastung, Erschöpfung und sogar bis zum Tod führen.

  • Narkotika

In den häufigsten Fällen dienen Narkotika dazu, Schmerzen zu lindern. Grundsätzlich werden zwei Gruppen unterschieden – die opioid-haltigen Medikamente sind verboten, alle anderen nicht. Sie stören die Konzentration und die Koordination, können zu Suchtverhalten und zum Tod führen.

  • Anabolika

Anabolika sind wachstumsfördernde Wirkstoffe, sie unterstützen oder beschleunigen den Muskelaufbau. Die Nebenwirkungen anaboler Stoffe sind vielfältig. Häufig vorkommende Nebenwirkungen sind Leberschädigung, Beeinflussung des körpereigenen Hormonhaushalts, erhöhtes Herzinfarktrisiko, Belastung des Herz-Kreislauf-Systems, erhöhte Aggression, gestörte Hodenfunktion, Vermännlichung bei Frauen oder Wachstumsstopp bei Jugendlichen, Haarausfall und vieles mehr.

  • Diuretika

Diuretika führen durch Wasserausscheidung zu schnellem Gewichtsverlust. Das Wasser-Mineralien-Gleichgewicht wird gestört, was zu Muskelkrämpfen, Nierenschäden und sogar bis zum Tod führen kann.

  • Peptidhormone

EPO verbessert den Sauerstofftransport durch Erhöhung der Anzahl roter Blutkörperchen. Dies führt zu Blutverdickungen, die zu Embolien in Lunge und Hirn bis hin zum Tod führen können. Bei Erwachsenen kann HGH (Human Growth Hormon) zu einem anormalen Wachstum von Knochen und inneren Organen führen.

  • Blutdoping (verbotene Methode)

Blutdoping ist der Gebrauch von Eigenblut, menschlichem oder tierischem Blut, roten Blutkörperchen oder Produkten aus diesen. Blutdoping erhöht die maximale Sauerstoffaufnahme im Blut. Nebenwirkungen sind allergische Reaktionen bis zu Schocksymptomatik, Gelbsucht, Lungenödem

Die aktuelle Liste der WADA können Sie auch herunterladen.